Was 2020 für Immobilieneigentümer bringt

 

2020 kommt es zu einigen Gesetzesänderungen, die Immobilieneigentümer betreffen. Hierunter fallen die Grundsteuerreform, die Wohngeldreform, steuerliche Abschreibungen für energetische Sanierungen, neue Regelungen bei der Verteilung der Maklerprovision sowie die Einführung eines Mietendeckels für Berlin. Erfahren Sie hier, was 2020 auf Sie zukommt.

Die Wohngeldreform sorgt dafür, dass Haushalte mit geringem Einkommen ab 2020 mehr Wohngeld erhalten. Das kommt auch Immobilieneigentümern zugute. Denn diese erhalten die Mehrzahlung in Form eines höheren Lastenzuschusses.

Für das neue Jahr gibt es weiterhin eine Neureglung, die die Grundsteuer von Hauseigentümern und Grundstückbesitzern betrifft. Zukünftig soll die Grundsteuer in Abhängigkeit vom Mietpreis und Bodenwert berechnet werden. Experten erwarten, dass es zu einem Anstieg der Steuerlast für Immobilieneigentümer kommen wird. Für die Neuregelung müssen 36 Millionen Grundstücke neu bewertet werden.

In der Hauptstadt wird es zu der Einführung des Berliner Mietendeckels kommen. Dies betrifft alle Immobilien, deren Baujahr vor 2014 liegt. Für sie dürfen die nächsten fünf Jahre keine Mieten mehr angehoben werden. Diese Gesetzesregelung wird durch die Einführung einer Mietobergrenze ergänzt. Die Ausstattung und das Baujahr einer Immobilie bestimmen die Höhe der Mietobergrenze. Immobilien, für die die Obergrenze bereits jetzt um 20 Prozent überschritten wird, müssen künftig günstiger vermietet werden.

Ab 2020 tritt auch das von der Bundesregierung erlassene Klimapaket in Kraft. Dieses sieht vor, dass Immobilieneigentümer Kosten für einzelne energetische Sanierungen steuerlich absetzen können. Voraussetzung ist, dass die zu sanierende Immobilie mindestens zehn Jahre alt ist. Die Immobilie muss auch vom Eigentümer selbst bewohnt werden. Nach einer Sanierung können Eigentümer 20 Prozent der entstandenen Kosten steuerlich absetzen. Abgesetzt wird die Summe über drei Jahre verteilt. Haushalte bekommen hierdurch die Möglichkeit rund 40.000 Euro einzusparen, wenn es zu energetischen Sanierungen kommt. Alternativ steht die Förderung durch die KfW zur Verfügung. Förderfähig sind Umbauten wie die Wärmedämmung von Dachflächen und Wänden sowie der Austausch von Fenstern, Heizungsanlagen und Außentüren.

Schließlich treten die Regelungen zur Vereinheitlichung der Maklerprovision 2020 in Kraft. Es soll von nun an zu verbindlichen Vorgaben kommen, wie die Maklerprovision aufgeteilt wird. Das heißt, wie hoch jeweils der Anteil ist, den Verkäufer und Käufer zahlen müssen. Vor 2020 gab es für die Bundesrepublik keine einheitlichen Regelungen. Die Verteilung gestaltete sich je nach Region anders. In Städten wie München kam es zu der gleichen Aufteilung zwischen Verkäufern und Käufern. In Berlin dagegen wurde die Maklerprovision bislang vom Käufer getragen. Durch die neue Regelung wird bundesweit gesehen Käufern ein Vorteil entstehen. Sie sind es nämlich gegenwärtig, die überwiegend für die Maklerprovision aufkommen. Dies ist zumeist selbst dann der Fall, wenn der Verkäufer den Makler beauftragt hat. Die neue gesetzliche Regelung schreibt vor, dass Käufer künftig nicht mehr als 50 Prozent der Maklerprovision entrichten müssen.

Sie möchten wissen, wie sich die Änderungen in 2020 auf den Wert Ihrer Immobilie auswirken? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © zeferli@gmail.com/Depositphotos.com

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